Khao Lak, THA – immer noch

Thailand führt weiter, was die ALU begonnen hat: wenn das so weiter geht, werde ich wirklich noch zur IT-Spezialistin! Was ich hier schon alles gelernt habe… aber natürlich ist es wiederum mein Bruder, der die ganzen Lösungen findet. Irgendwann wird er mir eine Rechnung stellen und ich kann’s ihm nicht einmal verübeln! Nun bin ich bereits im 2. Hotel, in dem wifi nicht funktioniert bzw. mit IOS irgendwie nicht kompatibel ist – Hallo Apple, würdet ihr gefälligst für ein entsprechendes Update sorgen!! ? Ich fühle mich leicht amputiert. Längst hätte ich weiter bloggen wollen – war nicht möglich; meine weitere Reise hatte ich planen und organisieren wollen – war nicht möglich; um einige noch nachwirkende Probleme aus der Zeit vor meiner Abreise hatte ich mich kümmern wollen – schwierig. Und Internet-Cafés scheint es in der Zeit von wifi nicht mehr zu geben. Zumindest habe ich in Khao Lak noch keines gesehen – wenn man bedenkt, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass diese an jeder Ecke aus dem Boden geschossen sind und nun scheinen sie bereits wieder verschwunden zu sein. Verrücktes Tempo!

Nun, ich bin immer noch in Khao Lak. Man könnte wohl sagen, ich habe mich mit der Situation arrangiert, dies vor allem aus Bequemlichkeit. Ich habe entschieden, mich in Bangkok eines Teils meines Gepäcks zu entledigen. Bis dahin werde ich es nicht mehr übertreiben mit dem Reisen…. Auch habe ich hier mittlerweile so meine Plätzchen gefunden, an denen es sich aushalten lässt. Zudem hat es der Handy-Kopfhörer nun endlich – nach all diesen Jahren – geschafft, zu meinem ständigen Begleiter zu werden. Was nebenbei erwähnt zu einer völlig unerwarteten Nostalgie führt! Seit Jahren habe ich mich nur noch von der Musik im Radio berieseln lassen und wir wissen ja, wie eintönig diese heutzutage ist. Nun plötzlich längst vergessene Songs in den Ohren zu haben, lässt mich regelmässig wieder in die damit verbundene Zeit zurückgleiten….? Wer erinnert sich noch an „Scharlachrot“, Baby Jail, „Strani Amori“, „One night stand“, Dire Straits, „Under pressure“, Subzonic, „Hier kommt Alex“, „I don’t like mondays“, Supertramp, „Runaway“….. (die Liste ist endlos)?

Man hat mich bereits darauf aufmerksam gemacht und es ist mir auch selber schon aufgefallen, dass die Fotos fehlen – sollte wohl nicht sein in einem Reiseblog ? Fotografieren ist jedoch etwas, was nicht wirklich „zu mir gehört“, es kommt mir schlichtweg schon gar nicht in den Sinn, dass ich doch mal ein Foto machen könnte…. Nun, ich werde mich bemühen und versuchen, mich zu bessern, doch versprechen will ich nichts, mein Ding ist das Schreiben, nicht das Illustrieren.

Der Hotelmanager meines vorherigen Hotels wollte mich unbedingt an eine tolle Beach bringen. Zuerst habe ich mich gesträubt, weil ich mit derjenigen hier, wo ich bin, ganz zufrieden bin. Sie ist zwar wahrlich klein und nicht sonderlich spektakulär, aber meine Ansprüche erfüllt sie voll und ganz. Ich kann sowieso nicht so viel mit Sandstränden anfangen – dieser verflixte Sand, klebt sofort überall und geht nicht mehr weg. Dann nimmt man ihn mit ins Hotelzimmer und sogleich hat man ihn im Bad, im Bett, im Gepäck, einfach überall und das für ewig…. Was mir hier gefällt, ist die Stärke des Ozeans. Ich hab’s nicht so mit Tümpeln à la Mittelmeer. Ein Ozean muss kraftvoll, gewaltig und zerstörerisch sein, dann kann ich ihm stundenlang zuschauen. Das hat eine gewisse Magie, eine Faszination, die eine starke Anziehungskraft auf mich ausübt. Und so klein der Strand hier ist, die Wellen haben Power…. ein wundervolles Schauspiel!!

Aber zurück zur White Sand Beach. Wie erwähnt, der Hotelmanager wollte mich unbedingt da hin fahren und so habe ich irgendwann nachgegeben. Kann ja nicht schaden, seinen Umkreis etwas zu erweitern. Und wahrlich, er hatte nicht zu viel versprochen! Ein riesiger – zum Anschauen – traumhafter Strand und fast keine anderen Menschen!!! Das ist mir ein wenig ein Rätsel, noch überall, wo ich bis anhin war, war der Strand fast menschenleer. Wo sind nur all die Touristen, die mir auf den Strassen ständig über den Weg laufen? Ob es denen geht wie mir und sie mögen auch keine Sandstrände? Ich dachte eigentlich, ich sei diesbezüglich eher etwas „abnormal“…. Nun, womöglich liegt es auch einfach an meinem Tagesrhythmus. Bis ich komme, sind die möglicherweise bereits wieder zurück im Hotelzimmer und kurieren ihren Sonnenbrand oder bereiten sich auf den Abend vor. Den ganzen Tag am Strand herumzuliegen, ist in der Zeit von Ozonlöchern und Hautkrebs womöglich nicht mehr „en vogue“. Mir soll es Recht sein.

Ist schon cool, seinen eigenen Privatstrand zu haben….

image

mein eigener Strand

….. allerdings fehlt dem Ozean hier wiederum etwas die Kraft, um meinen Ansprüchen vollends zu genügen. ? Und die vielen Fussabdrücke stammen selbstverständlich nicht alle von mir. Es müssen also bereits vor mir Menschen hier gewesen sein….

Ich wurde ziemlich auf Höhe der Mitte des Strandes ausgeladen und so habe ich meinen Füssen ein Bad gegönnt und bin erst einmal die eine Seite des Strandes entlang gegangen. Nach einer Rast und nicht ganz zufriedenstellenden Betrachtungsstudien des Meeres (wie gesagt, zu wenig Kraft!), ging’s den Weg zurück und zur anderen Seite. Wiederum am Ende angekommen, hat es angefangen zu regnen…. Und so wurde ich doch nass bis auf die Haut auch ohne ein eigentliches Bad im Meer. Während des Spazierganges hat mich das nicht gestört. Doch zurück unter einem Dach, als ich bzw. die Stoffe um mich herum an mir heruntergetrieft sind, wurde es doch etwas ungemütlich….? Dennoch, der Ausflug hat sich gelohnt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert