Die kommunistischen Vietnamesen sind Meister darin, viele Religionen miteinander zu verbinden oder zumindest nebeneinander zu akzeptieren – so gesehen könnten wohl viele noch etwas von den Vietnamesen lernen! Es gibt auch eine christliche Minderheit in Vietnam, doch die meisten Vietnamesen „feiern“ Weihnachten wohl eher so, wie es bei uns mittlerweile üblich ist: Weihnachtsschmuck, Santa Clauses und vor allem Geschenke verteilen. Mit dem Unterschied, dass es hier ganz normale Arbeits- oder Schultage sind. Einer meiner „Konversationspartner“ hat mir erzählt, dass er am 25. Prüfungen an der Uni hat…. Da würde ich unser Weihnachten dann doch vorziehen! Auch wenn ich das Gefühl habe, dass seit diesem sinnlos unnötigen Schaltjahr im Jahr 2000 (was macht das schon, wenn sich die Zeit verschiebt, so langsam, wie das vonstatten geht, merkt das sowieso keiner und das Wetter hat sich e längst verschoben!) die Weihnachtstage zu oft auf ein Wochenende fallen.? Aber zumindest das ist in diesem Jahr ziemlich egal.
Für mich hat sich Weihnachten in diesem Jahr fast weihnachtlicher gestaltet als zu Hause, weil ich weniger ausweichen konnte. Wenn ich mich recht erinnere, wurden ab dem 22.12. die üblichen Partysongs bspw. von Queen, Abba, Bee Gees oder wie sie alle heissen aus den Lautsprechern der diversen Bars und Restaurants abgelöst von ebenfalls westlichen Weihnachtssongs. Es war grad etwa so, wie wenn man zu Hause das Radio angestellt hätte. Wobei die verschiedenen Songs nicht immer in der Originalversion daherkamen (oder vielleicht sollte ich sagen, in der mir bekannten Version). Am 24.12. waren auch einige „Samichläuse“ unterwegs (vietnamesische zur Unterhaltung der Gäste in den Restaurants und westliche Touristen, deren Grund für die Verkleidung mir unklar geblieben ist). Überhaupt scheint der 24. hier der Haupt-Weihnachtstag zu sein, denn bereits am 25. war nicht mehr so viel von Weihnachten zu spüren. Zwar war die Musik noch immer auf Weihnachten eingestellt, aber „merry X-mas“ hat man höchstens noch von ein paar Westlern gehört und die roten Verkleidungen mit den weissen Bärten waren verschwunden. Der Weihnachtsschmuck ist noch immer da, die Musik wurde jedoch in der Zwischenzeit durch unerträgliches Techno ausgetauscht…. vermutlich ist man bereits dabei, sich auf den Silvester einzustimmen. Was bin ich doch in diesem Jahr froh, wenn endlich Januar ist!
Ich habe den Kommunismus doch noch gefunden
Die rote Notre Dame von Saigon (natürlich ein Relikt der Franzosen)


Zu Ehren der hl. Maria
Danksagungsplaketten an die hl. Maria (innerhalb der Notre Dame)



Ein wenig Saigon….





Das Rathaus von Saigon (hier fand sich – wie man unschwer erkennen kann – auch das kommunistische Werbeplakat)


Und schliesslich….. Weihnachten in Saigon








